Biografie

Aus dem Untergrund…

Der Kegel-Club

Eingang zum Kegelclub

Es war 2014, Aachen, in einer Wohngemeinschaft-im charmanten Frankenberger. Ich war damals gerade frisch nach dem Abi zuhause raus. Mir war direkt klar, dass ich mit dieser Wohnung voll ins Schwarze getroffen hatte.

Einerseits hatte ich in einem meiner Mitbewohner und seinen Freunden Gleichgesinnte gefunden, was unser Interesse daran anging Kultur in Aachen mitzugestalten. Außerdem war mein Mitbewohner kürzlich auf einen Schatz gestoßen, der unter dem Wohnhaus verborgen lag. Große und isolierte Räumlichkeiten. Eine alte Tanzschule, eine Kegelbahn mit Thekennische und das alles gepaart mit der Patina Jahrzehnte langen Leerstands.

Nach Absprache mit dem Vermieter und dem Treffen einiger organisatorischer Vorkehrungen hatten sich dort unten private Partys etabliert. Für eine kurze Zeit konnte man davon sprechen einen fühlbaren Beitrag zu Aachens Nachtleben geleistet zu haben. Geprägt von Toleranz und Ungezwungenheit hatte sich schnell eine Szene um den Kegelclub herum gebildet, abseits des Kommerziellen, so richtig feiner Underground eben.

Wie in jeder authentischen Biographie kam dann irgendwann die Kehrseite der Medaille zum Vorschein.

Darin als vollkommen ungezwungenes Kollektiv zu arbeiten verbirgt sich auch das Risiko, dass Aufgaben, wie Sicherheit, Organisation und natürlich Kostendeckung auf eine Handvoll Leute zurückfallen.  Dabei blieb wenig Zeit der eigentlichen Motivation nachzukommen. Statt neue Konzepte für abwechslungsreiche Kulturveranstaltungen entwickeln zu können ging alle Freizeit dafür drauf den Status Quo zu wahren. Als letztendlich das Aachener Ordnungsamt mit einem ziemlich großen Klingelbeutel vor der Tür stand mussten wir uns eingestehen, so nicht mehr weitermachen zu können. Der Kegelclub musste seine Kellertüren schließen.

The Base e.V.


Auch die Gruppe von Menschen um uns herum spaltete sich. Während der eine Teil andere Locations suchte und nach Möglichkeit Technopartys schmiss, besonnen wir uns darauf erstmal einen formellen Schritt auf die Öffentlichkeit zuzugehen und einen Kulturverein zu gründen. So wollten wir auf der einen Seite als legaler Akteur auftreten können, der sich im Rahmen der Gemeinnützigkeit bewegt, auf der anderen Seite wussten wir aber auch dass wir so ein Team aufstellen würden, in dem wir uns aufeinander verlassen können und jeder sein oder ihr Bestes gibt.

Unser Fokus sollte nicht länger auf eine Musikrichtung und Tanzveranstaltungen reduziert bleiben, sondern wir wollten viele neue Facetten hinzugewinnen. Mit dem Ideal Teil und Mitgestalter des euroregionalen Kulturnetzwerkes zu werden nahmen wir uns vor eines Tages verschiedene und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihen bieten zu können. Mit einer schlau formulierten Satzung machten wir es möglich, dass jeder für eine einzelne dieser Veranstaltungen bei uns Mitglied werden kann. So bauten wir eine Basis des kulturellen Schaffens, an dessen Konzept jeder kreative Kopf mitgestalten kann, die im Kern aber strukturiert und zukunftssicher bleibt. Wir wurden – The Base e.V..

Und weiter?

Wenn Dich interessiert wie es seitdem weitergegangen ist, dann lies dir am besten die Konzepte zu unseren Events durch oder schau dir an, wer zu unseren Künstlern und Mitwirkenden gehört.